Unsere Estrichsysteme
Wir bieten Estrichsysteme für private, gewerbliche, industrielle und öffentliche Bauvorhaben. Welcher Estrich zu Ihrem Projekt passt, hängt unter anderem von Nutzung, Aufbauhöhe, Feuchtigkeitsbelastung, Fußbodenheizung und Bauablauf ab.



Gleichmäßig, auch auf großen und komplexen Flächen
Fließestriche
Fließestrich wird in fließfähiger Konsistenz eingebaut und verteilt sich dadurch gleichmäßig über die Fläche. Das ermöglicht einen effizienten Einbau, insbesondere bei größeren Flächen, komplexen Grundrissen und Fußbodenheizungen. Je nach Anforderung setzen wir Calciumsulfat- oder Zementfließestriche ein.
Calciumsulfat-Fließestrich wird vor allem in trockenen Innenbereichen und häufig bei Fußbodenheizungen eingesetzt. Zementfließestrich kommt infrage, wenn ein zementgebundenes System oder eine höhere Feuchtebeanspruchung vorgesehen ist. Die Auswahl richtet sich nach Nutzung, Aufbau, Feuchtebelastung und Bauablauf.
Durch seine fließfähige Konsistenz umschließt Calciumsulfat-Fließestrich die Heizrohre gleichmäßig. Der gute Kontakt zwischen Heizsystem und Estrich unterstützt eine schnelle und gleichmäßige Wärmeübertragung. Estrichdicke und Rohrüberdeckung müssen dennoch auf das jeweilige Heiz- und Estrichsystem abgestimmt werden.
Fließestrich ist belegreif, wenn die für das Estrichsystem und den vorgesehenen Bodenbelag zulässige Restfeuchte erreicht wurde. Die Trocknung wird unter anderem von Estrichdicke, Baustellenklima, Lüftung und Fußbodenheizung beeinflusst. Vor der Belagsverlegung wird die Restfeuchte deshalb mit einer geeigneten Messung geprüft.



Robust und vielseitig einsetzbar
Zementestriche (CT)
Zementestrich besteht aus Zement, Gesteinskörnung und Wasser. Je nach Anforderungen und Aufbau kann er für unterschiedlich beanspruchte Flächen im Wohnungsbau, Gewerbe und Industriebau eingesetzt werden. Er eignet sich für beheizte und unbeheizte Konstruktionen sowie, mit entsprechendem Systemaufbau, für Bereiche mit erhöhter Feuchtebeanspruchung.
Die Ausführung kann unter anderem im Verbund, auf Trennlage oder auf Dämmschicht erfolgen. Welche Konstruktion geeignet ist, richtet sich nach Untergrund, Nutzung und geplantem Bodenaufbau.
Zementestrich eignet sich für Wohnungsbau, Gewerbe und Industrie sowie, abhängig vom eingesetzten System, für Innen- und Außenbereiche. Er kann im Verbund, auf Trennlage, auf Dämmschicht oder als Heizestrich ausgeführt werden. In Feuchtbereichen ersetzt der Estrich jedoch keine erforderliche Abdichtung.
Für Zementestrich gibt es keine verlässliche allgemeine Trocknungsdauer. Estrichdicke, Zusammensetzung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lüftung beeinflussen den Verlauf erheblich. Eine bestimmte Anzahl vergangener Tage bedeutet daher nicht automatisch, dass der Estrich belegreif ist. Vor der Belagsverlegung muss die Restfeuchte geprüft werden.
Zementestrich verändert durch Trocknung und Temperaturschwankungen sein Volumen. Fugen ermöglichen kontrollierte Bewegungen und reduzieren das Risiko unkontrollierter Risse. Vorhandene Bewegungsfugen des Gebäudes müssen übernommen werden; zusätzliche Fugen können beispielsweise bei Türdurchgängen, Mauereinsprüngen oder getrennten Heizbereichen notwendig sein.



Für gleichmäßige Wärmeverteilung
Heizestriche
Bei einer Fußbodenheizung wird der Estrich Bestandteil des Heizsystems. Er umschließt die Heizrohre, verteilt die Wärme über die Fläche und muss deshalb auf Heizsystem, Aufbauhöhe und spätere Nutzung abgestimmt werden.
Sowohl Calciumsulfat- als auch Zementestriche können als Heizestrich eingesetzt werden. Calciumsulfat-Fließestrich bietet eine gute Umschließung der Heizrohre, während Zementestrich vielseitig einsetzbar ist. Entscheidend sind Aufbauhöhe, Feuchtebeanspruchung, Belastung, Heizsystem, Bodenbelag und Bauablauf.
Für die Rohrüberdeckung gibt es keinen Wert, der für jedes Heizestrichsystem gilt. Die erforderliche Dicke hängt unter anderem von Estrichart, Festigkeitsklasse, Belastung, Rohrdurchmesser und Heizsystem ab. Bei geringer verfügbarer Aufbauhöhe muss ein speziell dafür vorgesehenes System wie STANIplan geprüft werden.
Der Bodenbelag darf erst verlegt werden, wenn die vorgesehenen Heizabläufe durchgeführt wurden und der Estrich belegreif ist. Die Belegreife wird nicht allein anhand der vergangenen Zeit, sondern durch die Prüfung der Restfeuchte beurteilt. Zusätzlich gelten die Vorgaben des Estrich-, Heiz- und Belagssystems.
Das Funktionsheizen dient der Prüfung der beheizten Bodenkonstruktion und bestätigt nicht automatisch die Belegreife. Das anschließende Belegreifheizen kann die weitere Trocknung bis zur erforderlichen Restfeuchte unterstützen. Beide Abläufe sollten nach den jeweiligen Systemvorgaben durchgeführt und dokumentiert werden.



Wenn der Bauablauf wenig Zeit lässt
Schnellestriche
Schnellestrich kommt zum Einsatz, wenn Bodenflächen innerhalb kurzer Zeit wieder begehbar oder belegreif sein müssen. Je nach System können dadurch Folgearbeiten deutlich früher beginnen als bei konventionellen Zementestrichen. Besonders bei Sanierungen, Renovierungen und Neubauten mit engem Zeitplan bietet Schnellestrich klare Vorteile.
Je nach Projektanforderung kommen unterschiedliche Schnellestrichsysteme zum Einsatz. Für besonders anspruchsvolle Anwendungen stehen auch schwindarme Systeme zur Verfügung.
Schnellestrich eignet sich besonders für Sanierungen, Umbauten und Bauvorhaben mit engem Terminplan. Durch die beschleunigte Erhärtung und Trocknung können Flächen früher begehbar oder belegreif werden, sodass nachfolgende Arbeiten schneller beginnen können. Die erreichbaren Zeiten hängen vom konkret eingesetzten System ab.
Je nach Produkt kann Schnellestrich bereits nach wenigen Stunden begehbar und deutlich früher belegreif sein als normal trocknender Zementestrich. Eine allgemeingültige Zeitangabe gibt es jedoch nicht. Maßgeblich sind die technischen Vorgaben des eingesetzten Systems und die vorgeschriebene Prüfung der Belegreife.
Ja, wenn das verwendete Schnellestrichsystem ausdrücklich für beheizte Konstruktionen vorgesehen ist. Estrich, Heizsystem und Aufheizablauf müssen dabei aufeinander abgestimmt werden. Der zulässige Heizbeginn und die Belegreife richten sich nach den technischen Vorgaben des jeweiligen Systems.



Flexibel für besondere Bodenaufbauten
Hohlraumböden | Doppelböden | Trockenestriche
Hohlraum- und Doppelböden schaffen zusätzlichen Installationsraum unter der Nutzfläche. Sie eignen sich besonders für Gebäude mit hoher technischer Ausstattung, da Elektro-, Daten-, Heizungs- und Versorgungsleitungen verdeckt geführt und je nach System weiterhin zugänglich gehalten werden können.
Trockenestriche werden aus vorgefertigten Elementen verlegt und benötigen keine langen Trocknungszeiten. Welche Konstruktion geeignet ist, hängt unter anderem von Aufbauhöhe, Nutzung und technischem Installationsbedarf ab.

Estrichsysteme im Vergleich
Die Anforderungen an einen Estrich unterscheiden sich je nach Nutzung, Feuchtebeanspruchung, Fußbodenheizung und Bauablauf. Die Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede unserer häufig eingesetzten Systeme.
Die Angaben dienen der ersten Orientierung. Eignung, Aufbau, Trocknung und Belegreife hängen vom konkreten Bauvorhaben und dem eingesetzten System ab.
Calciumsulfat-Fließestrich
Zementestrich
Zementfließestrich
Typischer Einsatz
Wohnungsbau, Büros, Gewerbeflächen und große Innenflächen
Wohnungsbau, Gewerbe, Industrie und Bereiche mit erhöhter Feuchtebeanspruchung
Wohnungs- und Gewerbebau, größere und komplexe Flächen sowie Feuchtbereiche
Einbauweise
Fließfähig / pumpbar
Erdfeucht bis plastisch, konventioneller Einbau
Fließfähig / pumpbar
Fußbodenheizung
Sehr gut geeignet – gute Umschließung der Heizrohre und Wärmeübertragung. Bei besonders geringer Aufbauhöhe siehe STANIplan.
Gut geeignet – als Heizestrich ausführbar
Sehr gut geeignet – fließfähiger Einbau und gleichmäßige Umschließung der Heizrohre
Feuchtebeanspruchung
Für trockene Innenbereiche; häusliche Feuchträume mit geeigneter Abdichtung möglich
Gut geeignet – auch bei erhöhter Feuchtebeanspruchung; erforderliche Abdichtung abhängig von Nutzung und Aufbau
Gut geeignet – auch für Feuchtbereiche; Abdichtung und Systemaufbau projektabhängig
Beschleunigte Belegreife
Je nach eingesetztem Produkt bzw. System möglich
Mit geeigneten Schnellzementen oder Zusatzmitteln möglich
Je nach System auch mit verkürzten Begeh- und Belegreifezeiten möglich
Besondere Stärke
Geringe Schwindneigung, sehr gut für Fußbodenheizung und große, fugenarme Flächen geeignet
Robust, vielseitig einsetzbar und für hohe Beanspruchungen geeignet
Fließfähige Verarbeitung kombiniert mit den Eigenschaften eines zementgebundenen Estrichs
Zu beachten
Feuchtebeanspruchung und erforderliche Abdichtung berücksichtigen; Belegreife vor Belagsverlegung prüfen
Trocknung, Schwinden und erforderliche Fugenplanung berücksichtigen
Trocknung, Schwind- und Fugenverhalten sowie Vorgaben des jeweiligen Systems beachten
Ob Neubau, Sanierung oder Fußbodenheizung: Senden Sie uns die wichtigsten Eckdaten zu Ihrem Bauvorhaben. Gemeinsam klären wir, welches Estrichsystem zu Aufbau, Nutzung und Bauablauf passt.
Referenzen
Ausgewählte Projekte.


